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Die Mieterstrom-Werkstatt

Lösungsansätze zur Geschäftsfeldentwicklung

für Energieversorger und Stadtwerke

 
 

Am 10. April 2019 trafen sich zahlreiche Teilnehmer aus der Energiebranche im Gas- und Wärme-Institut in Essen zur Mieterstrom-Werkstatt. Der ganztägige Workshop wurde vom Gas- und Wärme-Institut Essen e.V., dem VKU NRW und der Senerco GmbH veranstaltet. Ziel der Veranstalter war es, Ideen, Anleitungen und Praxisbeispiele vorzustellen, wie man dieses komplexe Geschäftsmodell zum Erfolg zu führen kann. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit zwei Impulsvorträgen der Stadtwerke Witten GmbH und der Gelsenwasser AG, in denen praktische Erfahrungen mit bestehenden Mieterstromkonzepten gezeigt wurden. Herr Smietana stellte das Mieterstromportal der Stadtwerke Witten vor und berichtete, dass es gelungen sei, das Geschäftsmodell in die Gewinnzone zu bringen.

Herr Baschek von der Gelsenwasser AG berichtete von 13 Mieterstrommodellen, die in 2017-18 umgesetzt worden sind. In allen Projekten liegt der Strompreis zwischen 10 und 20% unter dem jeweiligen Preis der Grundversorger. Der Fokus bei Gelsenwasser liegt auf dem Einsatz von BHKW im Contracting.

Herr Milovanović vom Verband Kommunaler Unternehmen gab einen Überblick über die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Mieterstrommodelle.

Herr Bachor (X-Ergie) ist seit vielen Jahren mit Mieterstrom befasst und zeigte die Komplexität der Prozesse in Mieterstrom Modellen auf, die aus dem Umstand resultieren, dass viele Akteure involviert sind und die vertraglichen und organisatorischen Beziehungen oft nur schwer überschaubar sind. Er gab ein anschauliches Beispiel für die möglichen Preisvorteile von Mieterstrom und ging intensiv auf die Probleme bei den Messkonzepten ein.

Der Vortrag von Herrn Asbach von der Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH trug den Titel „Mieterstrom – die Brücke zu vernetzten Geschäftsmodellen“. Er geht davon aus, dass Gebäude in der Energiewelt von Morgen eine andere, wichtigere Rolle spielen als bisher. Haustechnik kann in der Zukunft als Plattform für die digitale Vernetzung von Wohngebäuden fungieren. Er zeigte konkrete Möglichkeiten anhand zweier umgesetzter „Smart Buildings“ auf.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Mitarbeit der Teilnehmer. In 2 Workshops wurden Anregungen für die konkrete Umsetzung von Mieterstrommodellen gegeben. Herr Walter Schmitz (WSU) erarbeitete mit den Teilnehmern ein Business Model Canvas, mit dem aufgezeigt wurde, welchen Nutzen, welche Einnahmequellen und Kosten, welche Kunden, Ressourcen und Schlüsselpartner für die Realisierung eines Mieterstrom Modells notwendig sind. Die Ergebnisse waren erstaunlich detailliert und zeigten, wie man mit dieser Methode relativ schnell die Grundlagen für eine Geschäftsfeldentwicklung ermitteln kann.

Zum Abschluss erarbeiteten Prof. Teermann, Leiter eines Steinbeisinstituts, und Herr Bachor (X-Ergie) gemeinsam mit allen Teilnehmern einen Business Case für ein Mieterstrommodell. Mit Hilfe eines vorbereiteten Rechentools auf Excel Basis konnte anschaulich gemacht werden, welche Einflussfaktoren den Erfolg eines Mieterstrom Modells steuern. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, die Steuergrößen zu variieren und die finanziellen Auswirkungen zu sehen, die übersichtlich auf einem Blatt dargestellt waren.

Fazit: ein Mieterstrom Modell kann wirtschaftlich betrieben werden, wenn alle relevanten Einflussfaktoren optimiert werden. Dass das in der Praxis tatsächlich geht, hatte Herr Smietana von den Stadtwerken Witten zu Beginn des Workshops bereits berichtet.

                                                            
 
                                                              
                                                                                                                     

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